ongaku . playhouse . klang elektronik goethering 54 63067 offenbach am main germany voice. +49. 69. 82 36 04 08 write. +49. 69. 82 36 04 42 e-mail. ongaku@netart-net.de Productinfo PLAYHOUSE CD 05: artist REWORK title FALL RIGHT NOW cat.-no. Play CD 05 format CD 1. you're so just just 2. not quite like any other 3. october love song 4. i think you think 5. explain our sync 6. loin de moi 7. amoureuse 8. what you want 9. affaire classée 10. anyway i know you Rel.date: 07.02.03 Pre-sales: ??.??.02 Draußen wirbelt der erste Herbststurm die Blätter durch den Hof, das Heizungsthermostat muß das erste Mal richtig weit aufgedreht werden. Die Sonne hat trotzdem noch Kraft, und es ist ein verdammt gutes Gefühl, das erste Mal wieder den Dufflecoat zuzuknöpfen und den langen Schal umzulegen. Der "OCTOBER LOVE SONG" ist der perfekte Soundtrack für den heutigen Tag, und doch muß der Schreiber den Blick in die Zukunft richten. Denn dies ist ein Infotext, und zwar einer für REWORK's erstes Album, "FALL RIGHT NOW", das für die Öffentlichkeit leider erst am 07. Februar 2003 erscheint. Ein Infotext, also fangen wir doch gleich mit den harten Facts an: Rework, vom Trio zum Quartett gewachsen, bestehen aus Laetitia, Daniel Varga, Michael Kübler und der neuen Sängerin Caro. Laetitia ist Französin, aus der Normandie, Caro kommt aus dem Süden Frankreichs, Daniel und Michel haben ungarische Wurzeln, sind aber in Stuttgart zu Hause. Die beiden letztgenannten sind in der deutschen Elektronikszene durch andere Projekte schon lange keine Unbekannten mehr: Michael nimmt für das Stuttgarter Label PAVLEK RECORDS unter dem Namen Re Styles auf. Daniel hat früher bei den Cybordelics mitgewirkt und bildet zusammen mit Frank Wössner das Projekt BORNEO & SPORENBURG, die mit "This Is Music Added To My Day" die Dancefloors und dem Album "Remember Today" unsere Wohnzimmer gestürmt haben. Die erste Veröffentlichung der beiden mit Rework war im Herbst 2000 eine 4-Track-EP mit den Titeln "REWORK", "ANYWAY I KNOW YOU", "EATING DISORDER" und "VERY". Michaels grüngefärbter Moog und Daniels Juno 60 pumpten schon damals heftig wabernde Dub-House-Wellen durch die Speaker, und auf zwei Stücken war auch Laetitia bereits mit von der Partie. "Konzentrierter unerbittlicher Funk" urteilte Kollege Bleed in der De-Bug, aber im Grunde genommen haben die drei uns alle mit dieser Maxi erstmal ins Bockshorn gejagt. "REWORK" als programmatischer erster Track auf der ersten EP des Projekts - pah! Schon damals war allen Beteiligten klar, dass Rework nicht "nur" ein erstklassiger Minimal-Techhouse-Act ist. Während auf "ANYWAY I KNOW YOU" Laetitias Vocals noch geloopt und mit massiven Effekten zu einem mehr oder weniger gleichrangigen (wenn auch sehr uniquen!) Bestandteil in den hypnotischen, basslastigen Synthie-Gesamtsound eingebettet wurden, deutete schon die im Mai des Jahres 2001 veröffentlichte zweite EP von Rework an, wohin die Reise wirklich geht. "LOIN DE MOI" , der Opener, war kein bisschen weniger clubkompatibel als die Stücke des Erstlings, aber Laetitias hier erstmals französisch vorgetragener Gesang emanzipierte sich schon mehr als deutlich vom üblichen Female-Vocal-Sample. Erstaunlich dann der Titeltrack "SAY HEY": was ist hier geloopt, was eine jazzige Live-Improvisation über ein Instrumental, so, wie sie ihn St. Germain Jazz-Diseusen seit Jahrzehnten pflegen? Die B-Seite mit dem wundervoll an "The Cure live in Orange" und Jane Birkin erinnernden "AMOUREUSE" hatte Rework dann vollends verraten: Das war kein pures Tanzflächenfutter. Hier geht´s um Popmusik, manchmal zum Tanzen, manchmal zum Träumen, manchmal zum Mitsingen! Dementsprechend eklektisch geht es auch auf dem neuen Longplayer "FALL RIGHT NOW" zu. Das Album beginnt mit dem im November 2002 als Vorab-Auskopplung veröffentlichten, fiercen Club-Stomper "YOU'RE SO JUST JUST". Wer dominiert hier wen? Auf jeden Fall wundert es nach dem Anhören dieses Tracks niemanden, dass zum Thema "sexy Akzent" selbst in der Bierwerbung Französinnen herhalten müssen. "NOT QUITE LIKE ANY OTHER" erinnert angenehm an dieses andere frankophile Trio, Saint Etienne, aber Laetitia gibt mit ihren heiseren, leicht off-key klingenden Vocals eher Nico Päffgen als Sarah Cracknell. Das nächste Stück, der "OCTOBER LOVE SONG" (eine Coverversion eines CHRIS & COSEY Songs), ist die perfekte Mischung aus Lio und NDW. "I THINK YOU THINK" ist danach dunkelste New-Wave-Disco und Laetitia geht hier tatsächlich noch eine Oktave tiefer. Wie ein die Rezeptoren im Ohr resettender Electro-Skit wirkt "EXPLAIN OUR SYNC". Der tribalen Funkiness von "LOIN DE MOI" folgt das simple, aber perfekte "AMOUREUSE", "WHAT YOU WANT" verbindet dann Basic Channel, Kraftwerk, Joy Division und Grace Jones. Von den Sixties inspirierten "Le Pop" gibt es auf "AFFAIRE CLASSÉE", und mit dem bekannten Hypno-Beat von "ANYWAY I KNOW YOU" schließt das Album. "FALL RIGHT NOW" ist ein Unikum. Die zehn Tracks pendeln zwischen verschiedenen Welten, die für Engstirnige unvereinbar scheinen mögen, für die Mitglieder von Rework jedoch ganz selbstverständlich zusammengehören. Laßt uns in das Programmkino an der Ecke gehen und "Bonjour Tristesse" mit Untertiteln anschauen. Danach schminken wir uns mit schwarzem Kajalstift und gehen ins WMF. Hört sich gut an? Dann spielt diese Platte, bevor irgendein Werber aus diesen Einflüssen einen Lifestyle macht, und sie die Musik für einen Spot für eine französische Zigarettenmarke klauen... Text by: Sascha Lazimbat still available: PLAY 43 "ANYWAY I KNOW YOU" PLAY 47 "SAY HEY" PLAY 65 "YOU'RE SO JUST JUST" any questions concerning one of our labels or releases, just call or fax: ongaku . playhouse . klang elektronik +49. 69. 82 36 04 08 (Fon) +49. 69. 82 36 04 42 (Fax) distributed exclusively by Neuton +49. 69. 82 97 44 0 (Fon) +49. 69. 82 97 44 50 (Fax) distributed exclusively by EFA +49. 40. 78 91 70 0 (Fon) +49. 69. 78 27 83 (Fax)